Peter Paul Rubens, Venus Frigida | Online Art Museum

Peter Paul Rubens, Venus Frigida

Peter Paul Rubens, Venus Frigida

Peter Paul Rubens (Siegen 1577 – Antwerpen 1640)
Venus Frigida (1614)

Rubens lernte bei mehreren Malern in Antwerpen und wurde dort 1598 als Meister in die Lukasgilde aufgenommen. Von 1600 – 1608 hielt er sich in Italien auf und lernt die italienische Malerei in Mantua, Genua, Venedig, Florenz und Rom kennen. Ab 1608 lebte er in Antwerpen, wo Nicolaas Rockox, mehrfach BĂĽrgermeister von Antwerpen, zu seinem wichtigsten Mäzen wurde. 1609 wurde Rubens von Erzherzog Albrecht VII. von Ă–sterreich, Regent der spanischen Niederlande, und dessen Gattin Isabella von Spanien zum Hofmaler ernannt. In den Jahren 1628 – 1630 reiste er im Auftrag von Friedrich Heinrich von Oranien, Statthalter der Vereinigten Niederlande, in diplomatischer Mission an die Höfe von England und Spanien. Rubens unterhielt in Antwerpen eine groĂźe Werkstatt und wurde zum bedeutendsten flämischen Barockmaler. Sein umfangreiches Werk umfasst Porträts, Landschaftsbilder, religiöse und mythologische Historienbilder sowie monumentale Decken- und Gemäldezyklen.

Mit dem Gemälde der Venus Frigida stellt Rubens ein antikes Sprictwort des römischen Dichters Terenz dar: Ohne Ceres und Bacchus friert Venus. Mit anderen Worten: Ohne Brot und Wein friert Venus, denn Hunger und Durst lassen die Liebe erkalten. Für die Venus Frigida hat sich Rubens von einer antiken römischen Marmorstatue inspirieren lassen, die er bei seinem Aufenthalt in Rom im Palazzo Farnese sah.

Ursprünglich hatte das Gemälde ein Hochkantformat und war deutlich kleiner. Die Vergrößerung mit der Landschaft entstand möglicherweise erst nach Rubens Tod.

Posted by >HEN-Magonza on 2013-09-12 14:08:18